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Regionaltagung

SGMI Alumni "Norddeutschland"

Erfolgreicher im Change Prozess durch emotionale Kompetenz

Ein auf die jeweilige Situation angepasstes Change Management als Reaktion auf die vielfältigen Herausforderungen in unserem Unternehmensalltag gehört inzwischen zu den grundlegenden Disziplinen, die ein erfolgreicher Leader heute beherrschen muss. Zu den anspruchsvollsten und herausforderndsten Führungsaufgaben zählt es dabei, dass alle Mitarbeiter für die Veränderung motiviert und mitgenommen werden. Hierzu fehlt es leider allzu oft an der „Metafähigkeit“, Widerstände früh zu erkennen, emotionale Hemmnisse abzubauen und unseren Intellekt aktiv in diesen Prozess einzubringen.

Um uns mit der emotionalen Intelligenz näher zu beschäftigen, haben wir uns in diesem Jahr zu einem SGMI Alumni-Treffen der „besonderen Art“ getroffen. Wir konnten das Schauspielhaus Hannover dafür gewinnen, uns als Gastgeber zur Verfügung zu stehen und uns über die dort angesiedelte Theaterpädagogik eine praktische Anwendung für den Einsatz „emotionaler Intelligenz“ zu vermitteln.

Zur Einstimmung in die Thematik konnten wir Frau Giesela Friedrich gewinnen, die als Emotions Change-Agent und Fachbuchautorin Unternehmen in Change Prozessen begleitet. Am Vormittag haben wir uns zunächst über mehrere Stunden über emotionale Abläufe in Change-Situationen ausgetauscht und am Ende eine mögliche Methode zur mentalen Selbststeuerung angewandt. Jeder Teilnehmer hat hier seine ganz eigene Erfahrung gemacht und für viele blieb die Erkenntnis: „Richtig sieht man nur mit dem Herzen, das wesentliche ist für das Auge unsichtbar.“ (Antoine de Saint-Exupéry)

Nach der Mittagspause starteten wir in den aktiveren Teil der Veranstaltung. Hier fand ein wahrer Paradigmenwechsel statt. Nachdem uns Frau Bärbel Jogschies, die Leiterin der Theaterpädagogik am Schauspielhaus Hannover, ihr Aufgabenfeld nä- her vorstellte, setzten wir uns dann aktiv mit den einzelnen Charakteren auf der Basis eines Dramas von William Shakespeare auseinander. Für alle Teilnehmer war es überaus aufschlussreich in die jeweiligen Rollenbilder zu schlüpfen und für einige Momente „auf der Bühne zu stehen“ – ein Paradigmenwechsel, wie man ihn sich für manchen Manager in einem Unternehmen nur wünschen kann.

In Anlehnung an Horace Walpole lässt sich am Ende des Tages sagen, dass das Leben eine Komödie für diejenigen ist, die nachdenken und eine Tragödie für die, die fühlen.

Datum: 20.11.2015

Dirk Wolff-Simon